mobile Kommunikation

Snapvolution

1024 768 SawatzkiMühlenbruch GmbH

Bewegtbild hat weltweit an Bedeutung hinzugewonnen. Während es vor einer Dekade noch ausreichte, in einer SMS mit unter 160 Zeichen „Bin gerade auf ’nem Konzert. Echt super hier!“ zu schreiben, erweist man sich mit dieser rückständigen Steinzeitart der Kommunikation als „Generation Nokia 3210“. Heute muss das Szenario direkt per Video an sämtliche Kontakte geschickt werden. Und das nicht mehr über das Mittelalterportal Facebook oder dem tradierten WhatsApp. Nein, Kommunikation von heute verlagert sich zunehmend auf den Service Snapchat. Dies ist insofern spannend, als dass hier der Sinn von sozialen Medien ausgehobelt wird: Das Bestätigungsgesuch der Nutzer erfolgt nur noch indirekt.

Und doch nimmt der Marktanteil von Snapchat stark zu: Auf Snapchat allein werden heute so viele Photos wie auf Facebook, im Facebook-Messenger, auf Instagram und über WhatsApp zusammen geteilt und verschickt. Und noch ein Weiteres: Die Nutzer sind nicht mehr nur ganz junge Konsumenten im jugendlichen Alter. Bereits 38% der 25- bis 34-Jährigen nutzen den Service.

Was hat das für Auswirkungen?

Klar ist, dass Snapchat als entscheidender Werbefaktor zu sehen ist, um die Zielgruppe zu erreichen. Allerdings ist es einfacher, sein Budget über Facebook einzusetzen, denn die Erfolgsmessung ist schlichtweg einfacher. Das gilt auch für Bewegtbild. Der deutsche Markt kann sich der Bildflut nicht entziehen, und auch Werbetreibende und Online-Marketer müssen sich auf eine veränderte Nutzererreichbarkeit einstellen. Zudem werden die Produktionskosten einen anderen Maßstab erfahren. Aufwendige und zielgruppenorientierte Videos kosten in ihrer Qualität mehr. Solang es einen erfolgreichen ROI zur Folge hat, ist auch das zu bewerkstelligen.

Quelle: http://www.futurebiz.de/artikel/snapchat-marketing-in-deutschland/